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Lehransatz

Du möchtest das Schlagzeugspielen lernen? Das wird nicht funktionieren!

Es gibt dermaßen viele Lehrmethoden und unterschiedliche Spielarten, so dass keiner wirklich von der Methode bzw. der richtigen Methode sprechen kann. Statt jemandem das Schlagzeugspielen beizubringen, ist es eher sinnvoll, die Herangehensweise an dieses Instrument zu verstehen - was im Übrigen auch für jedes andere Instrument gilt.

Nachdem ich mit Spitzenmusikern gespielt und über 25 Jahren gelernt und gelehrt habe, bin ich davon überzeugt, dass die Basis einer Herangehensweise an ein Instrument das Gefühl ist. Die Frage ist nun: Wie kann ich dieses Gefühl beim Spielen des Instruments darstellen? Geschieht das durch das Lesen von Noten, durch Zuhören, durch die richtige Ausführung? Diese drei Punkte sind für den Musiker wichtig, doch bleiben wir dadurch nur an der Oberfläche.

Die Formel “Balance + Motion = Emotion” (übersetzt: "Gleichgewicht + Bewegung = Gefühl") beschreibt den aus meiner Sicht besten grundlegenden Ansatz, um Gefühl und Selbstausdruck durch das erwählte Instrument zu erlangen. Das Verständnis des Schwerpunktes eines Trommelstocks sowie die Sitzposition des Körpers beseitigt einen Großteil der Anstrengung die viele Spieler, wenn nicht sogar die meisten, quält, bevor sie auch nur eine einzige Trommel geschlagen haben. Lernt der Spieler dazu noch Bewegungen, die ihm erlauben, sich geschmeidig um sein Schlagzeug zu bewegen, erfährt er einen großen Unterschied, der ihm folgendes ermöglicht:

  • Gleichmäßigkeit und Leichtigkeit der Töne
  • Erstellen eines volleren Dynamikbereichs
  • Berührungsempfindlichkeit und Kontrolle über die Körpergliedmaßen und das, mit dem sie in Berührung kommen
  • Resonanz aus den Trommelfellen, Becken und Pads bringen
  • Erhöhte Schlaggeschwindigkeit
  • Lockerheit und Durchhaltevermögen beim Spiel

Die Liste kann beliebig erweitert werden, aber unter dem Strich steht: Entnimmt man dem Spiel den Fleiß und lernt man diesen Ansatz anzuwenden, dann kann sich eine freie Ausdrucksweise entfalten. Wir versuchen dann nicht mehr, einfach nur auswendig zu lernen und nachzuahmen, sondern erlauben dem Teil von uns, der sich durch uns und als uns ausdrücken möchte, in seiner natürlichen und beabsichtigten Form zu bestehen.

Der wahre musikalische Ton entsteht durch die Verbindung in uns zu dem Teil von uns, der größer ist als wir selbst.

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